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24. Mai 2017

Aufgrund des Zuzugs nach Niddatal sowie der jährlich steigenden Nachfrage nach U3-Betreuungsplätzen gibt es den parteiübergreifenden Konsens, dass eine weitere städtische Kindertagesstätte gebaut werden soll. Da das größte Baugebiet in Ilbenstadt an der Burg-Gräfenroder-Straße liegt, bietet sich ein Neubau in Ilbenstadt an.

Bei der Bauausschusssitzung am 16. Mai 2017 wurden den Ausschussmitgliedern drei mögliche Standorte präsentiert, die bereits alle in städtischem Eigentum sind. Diese möglichen Standorte sind:

  1. Die Wiese im alten Klostergelände gegenüber der jetzigen katholischen Kindertagesstätte,
  2. Die Spielwiese neben dem Ilbenstädter Brunnen am Anfang der Gronauer Straße und
  3. Im Gewerbegebiet Ilbenstadt.

Schaut man sich diese möglichen Standorte einmal genauer an, stellt man Folgendes fest:

Gewerbegebiet: Kindertagesstätten in Gewerbegebieten werden aus guten Gründen nur ausnahmsweise genehmigt. Zudem ist das Grundstück zwar städtisch, aber eine anderweitige und ertragsreichere Vermarktung ist doch wahrscheinlich. Daher sehen wir diesen Standort insgesamt kritisch; es gibt bestimmt bessere Möglichkeiten.

Im alten Klostergelände ist eine anderweitige Nutzung eher schwierig, zumindest mit einer Bebauung. Das Grundstück fällt sehr ab, was auch den Neubau einer Kindertagesstätte verteuern würde. Die Außenfläche der Kindertagesstätte wäre vom Gebäude durch die alte Stadtmauer getrennt. Diese hat zwar einen Durchgang, ist aber doch eine Sichtbarriere für die Erzieherinnen. Bei der täglichen Betreuung wäre die Beaufsichtigung der Kinder erschwert. Durch die direkte Nähe zur katholischen Kindertagesstätte käme es morgens und nachmittags zu verstärktem Autoverkehr in der Straße „Im Kloster“, da viele Eltern ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit mit dem Auto in die Kindertagesstätte bringen. Aus unserer Sicht also ein möglicher Standort, aber vielleicht nicht der Beste.

Am Brunnengelände ist für die derzeitige Grünfläche eine Bebauung mit Sozialwohnungen geplant. Wann diese realisiert wird, ist angesichts der immer noch schwierigen städtischen Finanzsituation unklar. Würde dort die Kindertagesstätte gebaut, müssten die Sozialwohnungen woanders errichtet werden. Der Bau der Kindertagesstätte wäre aufgrund des ebenen Geländes billiger als im Klosterbereich. Die Außenfläche läge einsichtig direkt daneben. Das Brunnenhäuschen würde natürlich durch einen genügend hohen Zaun gesichert. Der wahrscheinliche Bring- und Abholverkehr würde sich nicht an einer Stelle konzentrieren, sondern sich in Ilbenstadt verteilen. Insgesamt dürfte dies der praktischere und auch günstigere Standort zu sein. Daher wird sich die FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung für diesen Platz aussprechen.

Wenn Sie weitere Argumente oder sonstige Anregungen haben, lassen Sie es uns wissen. Wir handeln für die Stadt und ihrer Bürger.

(Verena Zenker, Mitglied im Bauausschuss)

Dieser Eintrag wurde erstellt am 24. Mai 2017 und ist abgelegt unter Beiträge .